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Festmesse zur Kirmes 2016 

Hier ein Bericht zur Festmesse von Herrn Walter Dohr:

 

                                                                   


Festmesse zur Eitorfer Kirmes

 

 

 

Die musikalische Gestaltung der Festmesse zur Eitorfer Kirmes am vierten Septembersonntag 2016 gehört zur Tradition des Cäcilien-Pfarrchores Eitorf in der Eitorfer Pfarrkirche St. Patricius. Kirchenmusiker Jochem Röttig hatte die stattliche Schar von Sängerinnen und Sängern im Seitenschiff versammelt, wo er an der Orgel spielte und den engagierten Kirchenchor dirigierte. Doch zunächst dirigierte Birgit Rom die Singstimmen den Chorsatz „Cantate“ aus 98. Psalm „Singet dem Herrn, alle Länder der Erde“, während Röttig an der Chororgel sass und die harmonisch ungewohnte und diffizile Vertonung begleitete. Der Komponist Prof. Christian Matthias Heiß (1967) macht es den Chorstimmen gewiss nicht leicht! Doch der bewährte Kirchenchor intonierte den schwierigen Duktus und hauchte dem Chorsatz wirklich musikalisches Leben ein. Der Komponist wirkt als Professor an der Musikhochschule in München und Domkapellmeister in Eichstätt/Oberbayern, wo er im Jahre 2002 die Nachfolge und damit das musikalischen Erbe von Prof. Wolfram Menschick (1937-2010) angetreten hat. Dieser hat mehrere Messen vertont, unter ihnen auch die in der Festmesse aufgeführte „Missa parochialis“ (Messe für die Gemeinde), die zu Ehren des heiligen Mauritius geschrieben worden ist. Der gänzlich unbekannte Heilige war wohl der Anführer der thebäischen Legion gewesen und soll im dritten Jahrhundert mit seinen Soldaten den Märtyrertod erlitten haben. Sein Gedenktag wird am 22. September gefeiert und geriet wohl eher zufällig in die zeitliche Nähe der weit über Eitorf gepriesenen Kirmes.  Es war schön, dass man diese volkstümlich klingende und inspirierte Messe, die von Bläsern des von Hansgünther Schröder (dieser spielte inmitten des Bläserquintetts, bestehend aus drei Trompeten, einer Waldhorn und einer Posaune, sozusagen wie ein Herold im Fanfarenton!) mit viel Esprit geleiteten Musikvereins „Oikumena Brass Eitorf“ einmal nicht in Fragmenten hören konnte. Dadurch trifft man nicht nur die kompositorische Intention und wird dadurch dem Komponisten gerecht, sondern die Messe erscheint mit integriertem Gloria wie aus einem Guß. Jochem Röttig hat den jubelnden Charakter der durchaus feierlich-festlich geprägten „Missa parochialis“ mit seinen Singstimmen getroffen, wobei die Bläserstimmen dem Ganzen quasi die prachtvolle Krone aufsetzten. Das taten die ausgepichten Musikanten auch bei den hymnischen Liedsätzen „Nun danket alle Gott“ von Johann Crüger und „Lobe den Herren“. Zu diesem vertrauten Kirchenlied hat Adolf Lohmann (1907-83) im Jahre 1936 eine prächtige Vertonung geschrieben, die Bläser, Chor und Gemeinde mit grosser Inbrunst intonierten wie auch den gewaltigen und unsterblichen Hymnus „Grosser Gott wir loben Dich“, wozu Karl Norbert Schmid (1926-95) den Liedsätz verfasst hat. Die Bläser, an denen selbst Martin Luther seine helle Freude gehabt hätte. Zu dessen Zeit gab es die Stadtpfeifer und Posaunenchöre, die so bliesen (so ist es überliefert), das die Fenster „geknittert“ haben sollen. Doch Hansgünther Schröder und seinen vier Mitstreitern war das eigentlich schnurzegal, die nur bei „Angelius suis“ von Johann Joseph Fux (1660-1741) eine kleine Pause einlegen konnten. Nach der Festmesse spielte „Oikumena Brass“ im Zelt der „Eitorfer Turmgarde 1977“ unmittelbar vor dem Kirchenportal mit kräftigen Klangfarben unter dem Dirigenten Hansgünther Schröder zum musikalischen Kirmesschoppen auf.

 

 

 Fotos und Text Walter Dohr